|
Der
Mozart-Test
|
||
|
Eine Filmdokumentation von Frederick Baker stellt die Frage,
ob Mozarts Musik tatsächlich Heilkräfte hat.
|
| Musik weckt Emotionen. Sie stimuliert
Geist und Körper. Laut neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen
haben bestimmte Musikstücke sogar heilende Wirkung. Besonders
Mozarts Musik wird erfolgreich in der Medizin und Psychotherapie eingesetzt.
In Frederick Bakers Filmdokumentation „Der Mozart-Test“
werden die Hintergründe des sogenannten „Mozart-Effekts“
unter die Lupe genommen. Der französische HNO-Arzt Alfred Tomatis entdeckte in den 1950er Jahren, dass vor allem Mozarts frühe Werke das menschliche Gehirn auf besondere Weise anregen und dadurch eine therapeutische Wirkung hervorgerufen wird. Er entwickelte ein Hörtraining, bei dem mit Hilfe eines computergesteuerten „elektronischen Ohrs“ gefilterte Frequenzbereiche durch spezielle Kopfhörer wiedergegeben werden. Dabei werden die Vibrationen der Musik zusätzlich über die sogenannte Knochenleitung vom Körper aufgenommen. Diese Form der Mozart-Therapie erwies sich als großer Erfolg bei Menschen mit Konzentrationsschwächen, Angstzuständen oder Sprachproblemen, sowie bei Schwangeren zur Vorbeugung von Frühgeburten und bei Wachkomapatienten. Sogar der Schauspieler Gerard Depardieu machte dieses Hörtraining, um seine Texte besser lernen zu können. Er nannte Tomatis „Dr. Mozart“. Heute gibt es weltweit Tomatis-Instiute. Der amerikanische Musiktherapeut Don Campbell entwickelte die Tomatis-Methode weiter und ließ den „Mozart Effekt“ patentieren. Seine CDs sind in den USA ein Verkaufsschlager. Campbell erstellte sogar ein Therapie-Konzept für ein vor kurzem eröffnetes Krankenhaus in Louisville, Colorado, auf Basis des „Mozart-Effekts“. In den verschiedenen Krankenstationen werden je nach den Bedürfnissen von Mitarbeitern, Patienten und deren Angehörigen unterschiedliche Musikstücke gespielt. |
![]() |
| Die amerikanische Wissenschafterin Frances
Rauscher experimentierte mit Mozarts KV448 Sonate für zwei Klaviere.
Sie fand heraus, dass dieses Musikstück den IQ eines Menschen steigert
und insbesondere das räumliche Denken verbessert. Diesem Phänomen widmeten sich auch Erich Vanecek und Georg Gittler, Wissenschafter der Universität Wien. Hans-Ullrich Balzer, Professor am Salzburger Mozarteum, verglich verschiedene Musikrichtungen und Musikstücke unterschiedlicher Komponisten. Die Testergebnisse bestätigen den „Mozart-Effekt“. Die Aussagekraft der bisher durchgeführten wissenschaftlichen Tests umstritten ist. Die persönlichen Erfolgsgeschichten von Menschen, die sich mit Mozart therapieren ließen, sprechen für sich. Der britische Pianist James McConnel, der am Tourette-Syndrom leidet, beweist eindrucksvoll, dass Mozarts Musik ihm hilft seine zwanghaften Tics unter Kontrolle zu halten. Er behauptet sogar, dass Mozart selbst an dieser Krankheit litt und das Chaos in seinem Gehirn mit seiner eigenen Musik therapierte. |
|
| LINKS |
|